Die Band Xiu Xiu – Neues Album und auf Tour

© Mira Bavutti - Fotolia.com

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Die amerikanische Band Xiu Xiu (sprich: Schu Schu) ist bald in Deutschland und Österreich auf Tournee. Sie spielen in Wien, München, Berlin und Hamburg. Das Duo besteht aus Angela Seo und Jamie Stewart, beide spielen mehrere Instrumente. Und das demonstrieren sie auch auf der neuen Platte “Always” eindrucksvoll. Zu hören sind neben zarten Gitarrenklängen Kirchenchöre, neben Synthesizer-Riffs Trompeten, neben eingängigen Rhythmen Hundegebell. Doch so chaotisch das auch klingen mag, “Always” ist (fast immer) spannend. Insgesamt bilden die einzelnen Elemente ein experimentell melodiöses Album. 

Die Texte, die Stewart selber schreibt, wollen provozieren. Es geht um Sex, Politik, Sozialkritik – oft überspitzt. In “Factory Girl” zum Beispiel erzählt Stewart die Leidensgeschichte von chinesischen Fabrikarbeiterinnen, die sexuell missbraucht wurden. Doch auch Themen, die gerade in Amerika heiß diskutiert werden, nimmt er sich an: “I Luv Abortion” (etwa: “Ich liebe Abtreibung”) etwa enthüllt die Doppelmoral von Abtreibungsgegnern. Bei “Gul Mudin” andererseits geht um die Tötung eines afghanischen Jugendlichen durch einen US-Soldaten. Trotzdem bleibt auf dem Album noch Platz für autobiographische Themen, die Stewart allerdings in ein sehr dunkles und trauriges Gewand hüllt. Unter anderem dazu gehört die bedrückende Klavier-Ballade “The Oldness”. 
Stewart selber hat nach eigenen Angaben schon in der Schule Texte über seine Klassenkameraden geschrieben, sie musikalisch untermalt, aufgenommen und ihnen als Kassette geschenkt – wodurch er sich nicht immer Freunde gemacht hat.

Auch wenn die Thematik des nunmehr achten Studioalbums von Xiu Xiu teils anmaßend wirkt, bleibt die Platte doch ein forderndes Werk, das ganz neue Facetten der Klangerzeugung und -mischung hervor bringt. Die Zusammenarbeit mit dem Produzenten Greg Saunier (Deerhoof) hat sich dafür auf jeden Fall gelohnt. 

School of Seven Bells erobern Deutschland

© klaus junker - Fotolia.com

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Auch als Duo machen Benjamin Curtis an der Gitarre und Elektronik und Alejandra Deheza mit ihrem Gesang als „School Of Seven Bells“ eine gute Figur. Mit ihrem dritten Longplayer „Ghostory“ ist ihnen wirklich ein schöner Spuk gelungen: Ein emotionales Album rund um die Erinnerung und Vergangenheit.

Doch von der Band selbst heißt es, ohnehin wäre die Rolle des Ex-Mitglieds, Alejandras Schwester Claudia nebensächlich gewesen: Die Songs geschrieben hätten schon immer vor allem Benjamin und Alejandra. Vermissen tut man Claudia auf der LP wirklich nicht. Doch der rasche Ausstieg von ihr war erst ein ziemlicher Schock für das Duo: Die Live-Show musste schnell umgekrempelt, das Image der Band überarbeitet werden, das sich bislang vor allem auf die beiden mystischen Schwestern konzentrierte.

Hypnotisierende Grooves, tiefe Harmonien – „Ghostory“ präsentiert sich im bekannten Klanggewand. Viel Hall und Delay, verschwommene Sounds und prächtige Klangwände. Geprägt haben das Duo vor allem ihre Konzerterfahrungen: Nicht selten spielten sie in großen Hallen – und große Emotionen brauchen eben auch ihren Platz.

Trotz aller psychedelischen Ausflüge klingt der dritte Longplayer und der erste als Duo durchaus ein wenig strukturierter und klarer als der Vorgänger: Das Schlagzeug kommt auf machen Tracks endlich deutlich zu Wort und verliert sich nicht hinter den halligen Klangexperimenten und brüchigem Gesang.

Inhaltlich ist bei „Ghostery“ der Name Programm: Es geht um einen Mädchen namens Lafaye, die von Geistern ihrer Vergangenheit heimgesucht wird. Fans spekulieren natürlich um autobiografische Bezüge – denn auch in Alejandras Erziehung sollen Geister eine große Rolle gespielt haben. Es geht allerdings weniger um Dämonen, die Lafaye Angst machen, oder wilde Geschichten vom Teufel. Die eigenen Geister sind eher symbolisch gemeint, quasi Laster der eigenen Vergangenheit: Liebe, Verrat, Lügen und Herzschmerz.

Grammyverleihung und Trauerbekundung: Zum Tod von Whitney Houston

Die diesjährige Grammy-Verleihung hatte es nicht leicht dagegen anzukämpfen, das Musikbusiness als Business zu entlarven, in dem Trauer nur wenige Sekunden währt, bevor sie Show weitergehen muss. In Beverly Hills, nur wenige Meter von dem Hotel entfernt, wo Whitney Houston wenige Stunden zuvor leblos aufgefunden wurde, waren sie alle da, um zu feiern und um gefeiert zu werden. Der Tod des Superstars im zarten Alter von 48 jahren legte einen Schatten über die Veranstaltung, den viele versuchten wegzuwischen, es aber nur den wenigsten gelang. 

Doch wie hätten die Grammy-Veranstalter es auch anders machen sollen? Im Showbiz ist keine Zeit für Besinnung, es muss weiterglitzern, und es muss weiter Geld verdient werden. Zwei Momente jedoch gab es, in denen Zeit war für Trauer. Gleich zu Beginn las Moderator LL Cool J ein Gebet für Whitney vor, und am Ende der Show, nach drei Stunden Prunk und Jubel kam der Auftritt von Jennifer Hudson, die als einzige ein wirkliches Wagnis einging, Um Houston zu ehren: Sie sang den Song ‘i will always love you’, die einst von Dolly Parton geschriebe Ballade, die Whitney Houstons größter Hit wurde, und die kaum jemand zu singen in der Lage ist. Der Song, in denen die ersten 45 Sekunden allein von der Stimme bestritten werden, die eine melodie singen, an die sich zurecht nicht viele trauen. Und so war klar, dass auch eine Jennifer Hudson keine Chance hatte, an die Version von Houston heranzukommen, die mit ihrer Stimme zu ihren besten Zeiten Millionen zum Weinen bringen konnte.

Dass die Zeiten lange vorbei sind, dass die Drogen, die persönlichen Probleme und das Verlieren des eigenen Ichs stärker waren als alle Pläne für ein Comeback, hat sie nun auf erschütternde Weise bewiesen. Die Welt hat eine Soulsängerin der Extraklasse weniger und Hollywood ein Drama mehr.

Das “Hip Hop Kemp”-Festival in Tschechien

HipHop © Fotolia.com

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Von Hip Hop Heads für Hip Hop Heads, das war der ursprüngliche Gedanke, der vor einigen Jahren den Grundstein für das Hip Hop Kemp Festival. Die Idee dahinter war es, alle Elemente des Hip Hop in einem Event zusammen zu bringen und seitdem im August 2002 das erste Festival dieser Art stattfand, das damals etwa 3 500 Besucher auf sein Gelände lockte, hat man das Konzept rund um Veranstaltung und Programm immer wieder erweitert.

Seither findet das Hip Hop Kemp in jedem Sommer Tschechiens statt und schon drei Jahre nachdem es ins Leben gerufen wurde, konnte man 2005 auf ein größeres Festivalgelände umziehen. Damit einher ging auch eine immer weiter wachsende Zahl an Side Events, die maßgeblich dazu beitrugen, das Festival zu einem wahren Sammelbecken der Hip Hop-Kultur zu machen.

So versammelten sich hier in den letzten Jahren nicht nur eine Menge talentierter MCs, sondern auch eine bunte Mischung aus Künstlern, Tänzern, Skatern und Sportlern, die das kreative Potenzial des Hip Hop Kemp nur so sprudeln lassen.

Das Hip Hop-Festival lässt sich natürlich auch vortrefflich mit einer Übernachtung in Prag verbinden. Die Auftritte der teilweise bereits international bekannten MCs und Gruppen, findet immer in der Nähe zur polnischen und deutschen Grenze statt. Nicht ganz unbedacht, wurden die Freiflächen am Ufer des Silbersees ausgewählt, um zu einem der größten Hip Hop-Festivals in ganz Europa zu werden. Während die ersten beiden Events noch in Pardubice stattfanden, wurde das Festival in den folgenden Jahren nach Hradec Králové verlegt, wobei immer mehr Besucher dem musikalischen Ruf folgten. Die Zahl derer, die sich der Atmosphäre aus Musik und Kreativität hingeben wollten, wuchs dabei stetigt und so konnte man im vergangenen Jahr Rekordzahlen von etwa 25 000 Besuchern verzeichnen.

 

2011: Das Jahr des Casper

Turntable  Stefan Thiermayer - Fotolia.com

Turntable Stefan Thiermayer - Fotolia.com

Im Jahr 2011 scheint für ihn alles wie am Schnürchen gelaufen sein. Benjamin Griffey aka Casper ist in den Chart angekommen, das angesehene Label Four Music, damals von den Fantastischcen Vier gegründet, hat ihn unter Vertrag genommen. Angefangen hat die musikalische Karriere des Emorappers aber schon viel früher, und gradlinig war der Weg nicht.

Der Bielefelder, der einen Teil seiner Kindheit in den USA verbracht hat und mit elf Jahren in das für ihn erstmal fremdsprachige Deutschland zurückgekehrt ist, hat in früher Jugend schon den Kontakt zur Szene gesucht und sich an Freestyles erprobt. Das geschieht allerdings vorerst unbeachtet von der Öffentlichkeit, das ändert sich erst, als er zusammen mit dem Rapper Abroo und dem nicht ganz unbekannten Seperate eine Crew mit dem Namen Kinder des Zorns gründet. Das Album Rap Art War wird gehypt und die Crew deutschlandweit bekannt, was aber nicht verhindern kann, dass sie sich im Jahr 2004 voneinander trennen.

Casper macht alleine weiter, inzwischen hat er sich mit dem Berliner Rapper Prinz Pi angefreundet und macht mit ihm gemeinsam Kollaborationen und Tourneen. Trotzdem führen ihn seine Wege vorerst in ein ganz anderes Gebiet, er wagt einen musikalischen Ausflug in das Metal-Genre und gründet die Band A Fear called Treason. Diese Episode soll aber nur ein Ausflug bleiben, im Jahr 2006 veröffentlicht er ein Mixtape mit dem Titel Die Welt hört mich und beschließt damals seine Karriere als deutschsprachiger Rapper.

Inzischen ist er oben in den Charts angelangt, spielt auf großen Bühnen, sein Album XoXo ist in aller Munde und eurde zum besten Album des Jahres 2011 gekrönt. Sein Stil ist einzigartig, er vermischt klassischen Rap mit Gitarrenriffs und düsteren Texten, sein Auftreten erinenrt eher an einen metrosexuellen Indieboy als an einen harten Gangster, sein eigentliches Markenzeichen aber ist seine unverwechselbare Stimme. Und die wird auch im Jahr 2012 des öfteren noch zu hören sein.

Der Siegeszug von Noel Gallagher

Konzert © Li-Bro - Fotolia.com

Konzert © Li-Bro - Fotolia.com

Die Trennung der englischen Kultband Oasis kam für viele Fans dem Weltuntergang gleich. Die Brüder Noel und Liam Gallagher stritten und trennten sich am Ende. Doch es gibt eben auch eine Zeit nach dem vermeintlich gefühlten Weltuntergang – besonders dann, wenn man längst in neuen Zeiten steckt und neue Projekte vorantreibt. Noel macht das jetzt und gab vor kurzem ein Konzert in Köln.

Er war Gitarrist von Oasis und außerdem auch noch Songwriter. Wer kennt ihn nicht? Hierbei ist nicht Noel Gallagher gemeint, sondern das Lied, von dem immer noch viele schwärmen wenn sie Herzschmerz oder mitten im Freudentaummel der Liebe stecken: “You’re my Wonderwall” und das Summen geht weiter. Das Lied “Wonderwall dürfte sowieso das Lied sein, wodurch die Band der beiden Brüder Oasis Heldenstatus erlangt hat. Weitere Hits sollten folgen und so war die Trennung vor einiger Zeit ein schwerer Schock für die Musikwelt.

Und auch in Köln merkte man am vergangenen Sonntag, dass sich die Fans von der bezaubernden Oasis-Welt noch nicht so richtig trennen konnten. Etwas 4000 Zuschauer waren gekommen, um nun dem Soloprojekt Noel zu frönen. Er trat allerdings zwar ohne Liam, dafür allerdings mit alten Songs auf. Und erst als er eben jenes “Wonderwall” anstimmte, merkte man, dass er jetzt die Fans erreicht.

Sieben Wochen gibt es das neue Album von Noel schon. Ein weiterer Grund, wieso das Publikum anfänglich nur sehr verhalten mitmacht – später klappt es dann besser. Und dennoch hat Noel überzeugt. Der sonst immer am Rande aufgetretende Noel ist ganz anders als sein Bruder Liam, der mit den anderen Bandmitgliedern von Oasis in der Band “Beady Eye” schon längst Erfolge verbuchte. Noel stand oft an der Seite, Liam war da für die Posen. Dass das fehlt, merkt man. Doch Oasis ist seit zwei Jahren längst Vergangenheit, doch die Erde dreht sich weiter.

Senktrechstarterin Lana Del Rey

Wer derzeit Radio und Musik-Charts hört kommt an Lana Del Rey nicht vorbei. Die 25-Jährige Newcomerin und Senkrechtstarterin aus New York stürmt mit ihrer ersten Single “Video Games” erst YouTube und jetzt die Charts. Auch ihr zweiter Song “Blue Jeans” aus dem Debütalbum “Born to Die”, das Anfang 2012 auf den Markt kommt, wurde schon mehr als 2 Millionen Mal gesehen. Alles scheint auf eine erfolgreiche Karriere hinauszulaufen.

Die in Lake Placid aufgewachsene Sängerin und Songwriterin hört im wahren Leben auf den Namen Elizabeth Grant und hat jüngst auch das deutsche Publikum mit ihren Auftritten in Köln und Berlin begeistert. Vor allem ihre Stimme zieht dier Leute in ihren Bann: mit einer Mischung aus Amy Winehouse und Britney Spears wechselt ihre Stimme und Musik zwischen melancholisch und fröhlich, zwischen ruhig und tanzbar. Dazu macht sie auch optisch ein tolle Figur: jung, sexy, perfekt gestylt, zugleich elagant weiblich und lässig aufreizend. Faszinierend sind auch ihre Videos, die von ihr selbst produziert wurden. David Lynch trifft Brian DePalma, Schwarz-Weiß trifft Bunt, Amateur- trifft Profifilm.

Lana Del Rey möchte den Pop wiederbeleben und das mit dem Tod, den sie in ihrer Musik zum Leben erweckt. Ihr Leitspruch “I´m going to die” ist nur schwer zu interpretieren. Ihre musikalische Welt dreht sich anders herum. Sie möchte nicht provozieren, sie möchte nur singen, ihre Gefühl, ihre Wahrnehmung, ihr Leben musikalisch darstellen, ohne an jegliche Konsequenz zu denken.

Trotz Bedenkens, das alles könnte sich um eine perfekt inszenierte Show und Selbstdarstellung handeln, die nur darauf abzielt, möglichst berühmt und erfolgreich zu werden, bleibt ihre Musik und ihre Art, die Musik zu interpretieren einfach nur wahnsinnig gut. Bleibt nur zu hoffen, dass ihr die Schicksale von Britnes Spears und Amy Winehouse erspart bleiben!

Matthew Herbert und sein “One Pig”-Album

Das Leben eines Schlachtschweins, vertont als musikalisches Werk, so präsentiert Matthew Herbert sein neues Album “One Pig”. Damit sorgte er nicht nur für etwas musikalisch bisher einzigartiges, sondern rief schon bereits vor Erscheinen der neuen Platte, für eine Menge Aufruhr. Es wurde Protest laut und Gruppen forderten sogar, die Produktion der Platte einzustellen.

Unsere seltsame Beziehungen zum Schwein als Tier, von dem der Mensch einerseits enorm abhängig ist und dass ihm andererseits wiederum als Symbol für zahlreiche wüste Beleidigungen dient, hat nun also eine musikalische Untermalung bekommen. Musiker und Produzent Matthew Herbert hat deshalb die Gunst der Stunde genutzt und während seiner Arbeit an einem neuen Album, den Schweinen auch einmal das Wort zu geben. Geräuschvoll dargestellt, wird hier das Leben eines englischen Hausschweins, beginnend bei der Geburt, über die Mast, bis hin zur Schlachtung. So darf man noch zu Beginn der Platte dem schweren Atmen der Sau während der Geburt ihrer Ferkel lauschen, die dann- ebenfalls lautstark- grunzen und fressen. Zuguterletzt ist das auch das Messerwetzen des Metzgers zu hören und es folgen die Klänge von Instrumenten, die aus den Überresten des einst lebendigen Tiers angefertigt wurden. So wurden aus der Haut Trommeln gebaut und die Knochen als Perkussionsinstrumente verwendet. Auch das Blut sollte noch Verwendung finden, um es, vor Kurzem noch in den Adern eines Schnweins pulsierend, wieder zum Leben zu erwecken. Instrumentenbauer Henry Dagg nahm sich das zur Aufgabe und konstruierte daraus eine Art Orgel mit riesigen Reagenzgläsern, durch die nicht nur Luft, sondern auch das Blut des Tiers strömt.

Nachdem “One Pig” vollendet und alle Klänge aus einem Tier herausgeholt, wurde das Schwein abschließend noch als Festschmaus zubereitet und verspeist, was den Schlusslaut des Albums bildet.

Freddy Quinn wird 80 Jahre alt

Er wird 80 Jahre alt. Ein Glück, dass man wenigstens etwas weiß, wovon man sicher sein kann, dass es stimmt. Alles andere sind unbestätigte Mythen, die über ihn kursieren. Angeblich fuhr er zur See, dann war sein Vater Italiener und im nächsten Interview korrigierte er sich und sagt, dass sein Vater doch aus Irland kommt. Kein anderer Mann führt die Medien so an der Nase herum wie er – Freddy Quinn.

Zum Anlass seines 80. Geburtstag lohnt es sich einmal, all seine Mythen hervorzukramen. Damals als Deutschland in goldenen Zeiten durch das Wirtschaftswunder in den 50′er Jahren war, da wurde er berühmt. Mit zehn Songs begeisterte Quinn einst die deutsche Republik, die im „Glanze ihres Glückes“ steckte und der es richtig gut ging. Und so hört die damalige westdeutsche Bevölkerung Freddy Quinn mehr als gerne zu, wenn er wieder einmal in sein Mikrofon sang, wie bei „Heimweh“ aus dem Jahr 1956 oder „Junge, komm bald wieder bis Hundert Mann“ und „ein Befehl“ aus dem Jahr 1966. Nur einen konnte er in der damaligen Hitliste nicht überholen. Genauer gesagt, konnte das in der damaligen Zeit niemand, schließlich waren es die Beatles, die vor Freddy Quinn auf Platz Eins thronten. Dafür stand Quinn aber vor Abba, Boney M. und Peter Alexander und auch das muss bei diesen Grölßen der Musik erstmal geschafft werden.

Sprach ihn ein Journalist allerdings auf sein Privatleben an, verfolgte er eher die Taktik der Verwirrung und sagte in einem Interview: „Ich will nicht, dass sie über mich schreiben! Sie wollen doch nur Lügen über mich verbreiten wie die anderen Journalisten auch!“. Verwunderlich, schließlich war er der Protagonist darin, in unterschiedlichen Interviews immer wieder unterschiedliche Sachen zu erzählen.

Und so kommt der Vater nun einmal aus Italien, dann wieder aus Irland, wo er angeblich Fluchtversuche nach Amerika unternahm. Dann war Quinn selbst in Österreich und schloss sich nach eigenen Angeben angeblich einem Zirkus an und hielt mit Wandergitarre und Seemannslieder über Wasser. Nach dem Tod seiner Lebensgefährtin 2008, zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück und soll Gerüchten zufolge in Hamburg leben.

Auflösung der Erfolgsband R.E.M.

Nach 30 Jahren erfolgreicher Musik und vielen Alben gaben R.E.M. nun letzte Woche auf ihrer Homepage ihre Trennung bekannt.

Alles begann für R.E.M. 1980 als College-Band in Athens (Georgia). Damals nannten sie sich noch Twisted Kites und waren eher eine Underground Band. Mit ihrem Debüt Murmur stiegen sie aber sofort in die Top 30 der US-Charts auf.

Der Durchbruch gelang ihnen allerdings erst 1987 mit dem Album Document. Mit Stücken des Albums wie “THE ONE I LOVE” und “It`s the end of the world as we know it” stiegen sie in die obere Liga der Popwelt auf.

Es erfolgte der Wechsel zu einem großen Label und der finanzielle Erfolg und Ruhm ließ mit den nachfolgenden Alben “Green” und “Out of Time” nicht lange auf sich warten. Auf dem Album “Out of Time” auch der weltbekannte Hit “Losing my Religion” zu finden ist.

Das erfolgreichste Album lag aber noch vor R.E.M. mit “Automatic for the People” landeten sie den absoluten Knüller und verkauften 18 Millionen Exemplare.

Sie waren ganz oben angekommen. aber wirklich zufrieden waren sie mit dieser Entwicklung nicht. Mit dem Album Monster wollten sie zu ihrer ursprünglichen Richtung zurück. Die Musik sollte wieder aggressiver und rauer werden. Doch brachte dieses Album keinen kommerziellen Erfolg. Trotzdem gingen sie nochmals einen Mega-Deal mit einen Major Label ein und produzierten 5 Alben,welche wieder den bekannten, klar strukturierten Rock mit einer Mischung aus Pop und der unverwechselbaren Stimme von Michael Stipe besaßen.

Bei ihrem letzten Album “Collapse Into Now” merkte man nicht nur am Titel, dass R.E.M. am Ende seiner Schaffenskraft und Kreativität angekommen war. Es folgte auch keine Tour mehr.

In der vergangenen Woche löste sich die Band R.E.M. auf. Wir danken ihnen dafür, dass sie ein Stück Pop/Rock- Geschichte geschrieben haben.