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Grammyverleihung und Trauerbekundung: Zum Tod von Whitney Houston
Die diesjährige Grammy-Verleihung hatte es nicht leicht dagegen anzukämpfen, das Musikbusiness als Business zu entlarven, in dem Trauer nur wenige Sekunden währt, bevor sie Show weitergehen muss. In Beverly Hills, nur wenige Meter von dem Hotel entfernt, wo Whitney Houston wenige Stunden zuvor leblos aufgefunden wurde, waren sie alle da, um zu feiern und um gefeiert zu werden. Der Tod des Superstars im zarten Alter von 48 jahren legte einen Schatten über die Veranstaltung, den viele versuchten wegzuwischen, es aber nur den wenigsten gelang.
Doch wie hätten die Grammy-Veranstalter es auch anders machen sollen? Im Showbiz ist keine Zeit für Besinnung, es muss weiterglitzern, und es muss weiter Geld verdient werden. Zwei Momente jedoch gab es, in denen Zeit war für Trauer. Gleich zu Beginn las Moderator LL Cool J ein Gebet für Whitney vor, und am Ende der Show, nach drei Stunden Prunk und Jubel kam der Auftritt von Jennifer Hudson, die als einzige ein wirkliches Wagnis einging, Um Houston zu ehren: Sie sang den Song ‘i will always love you’, die einst von Dolly Parton geschriebe Ballade, die Whitney Houstons größter Hit wurde, und die kaum jemand zu singen in der Lage ist. Der Song, in denen die ersten 45 Sekunden allein von der Stimme bestritten werden, die eine melodie singen, an die sich zurecht nicht viele trauen. Und so war klar, dass auch eine Jennifer Hudson keine Chance hatte, an die Version von Houston heranzukommen, die mit ihrer Stimme zu ihren besten Zeiten Millionen zum Weinen bringen konnte.
Dass die Zeiten lange vorbei sind, dass die Drogen, die persönlichen Probleme und das Verlieren des eigenen Ichs stärker waren als alle Pläne für ein Comeback, hat sie nun auf erschütternde Weise bewiesen. Die Welt hat eine Soulsängerin der Extraklasse weniger und Hollywood ein Drama mehr.
Das “Hip Hop Kemp”-Festival in Tschechien
HipHop © burak çakmak - Fotolia.com
Von Hip Hop Heads für Hip Hop Heads, das war der ursprüngliche Gedanke, der vor einigen Jahren den Grundstein für das Hip Hop Kemp Festival. Die Idee dahinter war es, alle Elemente des Hip Hop in einem Event zusammen zu bringen und seitdem im August 2002 das erste Festival dieser Art stattfand, das damals etwa 3 500 Besucher auf sein Gelände lockte, hat man das Konzept rund um Veranstaltung und Programm immer wieder erweitert.
Seither findet das Hip Hop Kemp in jedem Sommer Tschechiens statt und schon drei Jahre nachdem es ins Leben gerufen wurde, konnte man 2005 auf ein größeres Festivalgelände umziehen. Damit einher ging auch eine immer weiter wachsende Zahl an Side Events, die maßgeblich dazu beitrugen, das Festival zu einem wahren Sammelbecken der Hip Hop-Kultur zu machen.
So versammelten sich hier in den letzten Jahren nicht nur eine Menge talentierter MCs, sondern auch eine bunte Mischung aus Künstlern, Tänzern, Skatern und Sportlern, die das kreative Potenzial des Hip Hop Kemp nur so sprudeln lassen.
Das Hip Hop-Festival lässt sich natürlich auch vortrefflich mit einer Übernachtung in Prag verbinden. Die Auftritte der teilweise bereits international bekannten MCs und Gruppen, findet immer in der Nähe zur polnischen und deutschen Grenze statt. Nicht ganz unbedacht, wurden die Freiflächen am Ufer des Silbersees ausgewählt, um zu einem der größten Hip Hop-Festivals in ganz Europa zu werden. Während die ersten beiden Events noch in Pardubice stattfanden, wurde das Festival in den folgenden Jahren nach Hradec Králové verlegt, wobei immer mehr Besucher dem musikalischen Ruf folgten. Die Zahl derer, die sich der Atmosphäre aus Musik und Kreativität hingeben wollten, wuchs dabei stetigt und so konnte man im vergangenen Jahr Rekordzahlen von etwa 25 000 Besuchern verzeichnen.