Matthew Herbert und sein “One Pig”-Album

Quelle: Flickr/*ea*

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Das Leben eines Schlachtschweins, vertont als musikalisches Werk, so präsentiert Matthew Herbert sein neues Album “One Pig”. Damit sorgte er nicht nur für etwas musikalisch bisher einzigartiges, sondern rief schon bereits vor Erscheinen der neuen Platte, für eine Menge Aufruhr. Es wurde Protest laut und Gruppen forderten sogar, die Produktion der Platte einzustellen.

Unsere seltsame Beziehungen zum Schwein als Tier, von dem der Mensch einerseits enorm abhängig ist und dass ihm andererseits wiederum als Symbol für zahlreiche wüste Beleidigungen dient, hat nun also eine musikalische Untermalung bekommen. Musiker und Produzent Matthew Herbert hat deshalb die Gunst der Stunde genutzt und während seiner Arbeit an einem neuen Album, den Schweinen auch einmal das Wort zu geben. Geräuschvoll dargestellt, wird hier das Leben eines englischen Hausschweins, beginnend bei der Geburt, über die Mast, bis hin zur Schlachtung. So darf man noch zu Beginn der Platte dem schweren Atmen der Sau während der Geburt ihrer Ferkel lauschen, die dann- ebenfalls lautstark- grunzen und fressen. Zuguterletzt ist das auch das Messerwetzen des Metzgers zu hören und es folgen die Klänge von Instrumenten, die aus den Überresten des einst lebendigen Tiers angefertigt wurden. So wurden aus der Haut Trommeln gebaut und die Knochen als Perkussionsinstrumente verwendet. Auch das Blut sollte noch Verwendung finden, um es, vor Kurzem noch in den Adern eines Schnweins pulsierend, wieder zum Leben zu erwecken. Instrumentenbauer Henry Dagg nahm sich das zur Aufgabe und konstruierte daraus eine Art Orgel mit riesigen Reagenzgläsern, durch die nicht nur Luft, sondern auch das Blut des Tiers strömt.

Nachdem “One Pig” vollendet und alle Klänge aus einem Tier herausgeholt, wurde das Schwein abschließend noch als Festschmaus zubereitet und verspeist, was den Schlusslaut des Albums bildet.

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